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UNTERHALTUNG

Vorsicht: Modetipps von der besten Freundin…


Vom Donnerstag, 16. August 2012

Vorsicht: Modetipps von der besten Freundin…

… oder wie sonst ist Animal-Print zu erklären?

Von Bernhard Krebs

 

Meine Frau versteht mich nicht, meine Tochter lacht darüber und meine Schwester macht es sogar selbst. Und die Nachbarin, eine Ärztin, schaut mich mit ihren Röntgenaugen prüfend an, aber es stimmt: Gestern bin ich in der Straßenbahn einem Tiger begegnet.

 

Kurz darauf schrak ich beim Bäcker vor einem mächtigen Leoparden zurück, der sich mit einem Furcht erregenden Ozelot um das gebrezelte Futter balgte. Draußen auf der Straße schließlich flüchtete ich vor einem ganzen Rudel von Wildkatzen – allesamt mit dem mehr oder weniger fülligen Hintern auf mehr oder weniger stämmigen Beinen wackelnd.

 

Das Wackeln macht mir Angst.

 

Ich weiß nicht, warum, aber viele Frauen haben eine Vorliebe für tierische Kleidung, die anstatt zu Samtpfoten nun hauteng zu Pfennigabsätzen getragen wird. Und ich weiß nicht warum, aber es sind zuvorderst die geschmacksicheren und erfolgreichen Damen im etwas reiferen Alter und aus besseren Kreisen, die plötzlich das elegante Business-Ensemble ablegen und sich in den archaischen Modedschungel wagen.

 

Mir ist, als erschalle ein sehr lautes, sehr weibliches Fauchen und Röhren durch die Straßen, Bars und Großraumbüros der Städte. Längst vergangene Zeitalter kehren wieder – unverkennbar neu geschminkt und parfümiert. Und ja, die Größe der Muster und die Länge der Streifen sind das sichtbare Zeichen für die hierarchische Stellung in der Meute der menschlichen Raubtiere.

 

Ohne Zweifel sind es dabei die Weibchen, die in pelzigen Röcken und weißen Strumpfhosen über ihren runden oder spitzen Knien das Signal zur Jagd gegeben haben – auf junge, knusprige, androgyne, schnuckelige und wehrlose Jünglinge, die nur eines sind: Leichte Beute für böse Mädchen.

 

Das wäre die eine Interpretationsmöglichkeit, …

 

… die andere befasst sich mit dem Phänomen der "besten Freundin“. Diese ist nämlich genau das Gegenteil der ursprünglichen Wortbedeutung von "beste" und verfolgt bei der modischen Beratung offensichtlich nur ein Ziel: Die potentielle Konkurrentin im Markt der Eitelkeiten vorzuführen.

 

Wie anders, wenn nicht als Ergebnisse tiefster Boshaftigkeit, wären sie zu erklären, die

  • bunten Leggins, zum Zerreißen gespannt um enorme Oberschenkel;
  • seidenen Tücher um Haar, Kopf und Körper – blau oder rosa;
  • knappen Oberteile, die stattliche Bäuche frei legen;
  • College-Schuhe mit Bommel, in denen karierte Stümpfe stecken?

Zum Glück gibt es beim Mann keine beste Freundin, sondern nur ehrliche Kumpel. Ich habe auch einen, Michael – und natürlich vertraute ich ihm, als er mir ein hautenges Lifestyle-Radlertrikot ans Herz legte und mich davon überzeugte, dass es meine 20 Kilogramm wackelndes Übergewicht sehr schmeichelnd zur Geltung bringt. Nur:

 

Das Wackeln macht mir Angst.



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