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SPIELEN UND FÖRDERN

Im Interview: Johannes Erkes


Vom Donnerstag, 9. Juni 2011

Im Interview: Johannes Erkes

Wenn „Musik auf Rädern“ Enkel und Großeltern begeistert

Von Bernhard Krebs

 

Kunst und Kultur fördern, vernachlässigte Künstler und Kompositionen aus der Vergangenheit wieder in Erinnerung bringen und pflegen – und vor allem Kindern den Zugang zu klassischer Musik erleichtern: Die gemeinnützige, 1995 von Erich Fischer gegründete Internationale Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation in München hat in den 16 Jahren ihres Bestehens mit zahlreichen Projekten ihre Stiftungszwecke erfüllt.

 

Und es geht weiter, denn Erich Fischer und das Stiftungsteam haben noch eine Menge vor. Mit dem Generalmusikdirektor der Stiftung, Johannes Erkes, sprach enkelnavi unter anderem über Musik, die Generationen verbindet.

 

Sehr geehrter Herr Erkes, die Stiftung kümmert sich in mehreren Projekten darum, E-Musik nicht nur der klassischen Zielgruppe der 20 bis 60jährigen zu bieten. Im Gegenteil sucht sie als Adressaten vor allem auch Kinder und Senioren.

 

Unmittelbar für Senioren jenseits der 70 veranstalten wir seit 1996 unter dem Titel „Musik am Nachmittag“ kostenlose Konzerte, zu denen wir entweder in historische Räume laden oder die in Alten- und Pflegeheimen stattfinden. Bis Ende 2010 waren es zusammen über 3.100 solcher Nachmittage – gerade für die Heimbewohner eine heitere musikalische Abwechslung im Alltag.

 

Natürlich sind Senioren bzw. Großeltern auch gerne gesehene Gäste bei anderen Projekten, wie z. B. beim jährlichen Geburtstagsfest „toujours Mozart“ oder dem Stiftungsprojekt „Musik auf Rädern“.

 

Was muss man unter „Musik auf Rädern“ verstehen?

 

Hier bieten wir in den Sommermonaten „klassische Straßenmusik“ auf öffentlichen Plätzen, Fußgängerzonen oder Parks – und freuen uns jedes Mal wieder über das begeisterte Spontanpublikum. Dass wir dabei auch kurze Einführungen in die gespielten Werke geben, kommt besonders gut an.

 

Die Termine stehen ja auf Ihrer Website. Da könnten also auch Großeltern mit ihren Enkeln vorbei schauen?

 

Genau. Und tatsächlich ist auch genau diese Kombination häufig unter den Zuhörern zu finden. Da wir versuchen, die Musik sehr anschaulich, unterhaltsam und spannend zu präsentieren, gefällt es auch den ganz Jungen sehr gut.

 

Herr Erkes, Kinder mögen also durchaus klassische Musik.

 

Wenn es in der adäquaten Form dargeboten wird, ist ein großes Interesse bei den meisten Kindern in jedem Fall vorhanden. Allerdings muss man leider auch feststellen, dass hier in den Schulen einfach zu wenig geschieht – gerade die musische Bildung führt mittlerweile ein stiefmütterliches Dasein im Lehrplan, aber auch im Zusatzangebot.

 

Und was können Großeltern tun, um ihre Enkel für klassische Musik zu gewinnen?

 

Zuallererst natürlich über das Vorbild: Wenn Oma oder Opa begeistert klassische Musik hören und darüber sprechen, dann wird automatisch der Enkel zumindest neugierig. Man sollte allerdings darauf achten, das Hörempfinden der Kinder nicht zu überfordern – eine schwere Oper oder gar Zwölf-Ton-Musik würden sicher eher verschrecken als Positives bewirken.

 

Eine sehr gute Gelegenheit, klassische Musik nachhaltig zu vermitteln, ist der Besuch passender Veranstaltungen. Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang nochmals „Musik auf Rädern“ erwähnen, denn diese Veranstaltungen machen dank ihres ungezwungenen Daherkommens den Zuhörern aller Generationen einfach riesigen Spaß.

 

Können Sie Großeltern und Eltern ein paar Klassik-Tipps geben, was den Kindern gefallen könnte?

 

Mozarts Lieder sind ohne Zweifel ein schöner Einstieg, ebenso wie seine Oper „Die Zauberflöte“. Aus dem Bereich der Symphonie empfehle ich Prokoffievs „Peter und der Wolf“, aus der Kammermusik schließlich das „Forellen-Quintett“ von Schubert.

 

Gibt es eigentlich beim Musikgeschmack unüberwindbare Unterschiede zwischen jung und alt?

 

Ich glaube nicht. Bestimmte Vorlieben sind eher von Person zu Person individuell verschieden und haben weniger mit dem Alter zu tun. Wenn diesbezüglich Unterschiede festzustellen sind, dann liegt das wohl daran, dass ein Erwachsener sich ja meist viel länger mit Musik beschäftigt und sich bestimmte Stücke „lieb und teuer“ gehört hat.

 

Aber da ist klassische Musik nicht anders als Rock oder Pop. Man steigt ja zum Beispiel auch nicht gleich bei Pink Floyd ein, sondern beginnt vielleicht mit einem Song aus den Charts. Und die Musik der Beatles gefällt dann allen, weil sie einfach gut ist. In der Klassik triff das u. a. auf Mozart zu.

 

Wann ist denn Musik Ihrer Auffassung gut?

 

Neben der Qualität der Komposition: Immer dann, wenn der Interpret dem Komponisten dient und natürlich dementsprechend qualifiziert ist.

 

Herr Erkes, Großeltern übernehmen heutzutage immer mehr den Part, sich um die musikalische Ausbildung der Kinder zu kümmern. Sie sorgen dafür, dass diese ein Instrument erlernen bzw. im Chorsingen oder im Orchester spielen. Was gilt es zu beachten?

 

Die Kinder bitte nicht überfordern. Ganz wichtig: Musik soll Spaß machen!

 

Vielen Dank für das Gespräch!

 

Mehr Informationen zur Internationalen Stiftung von Kultur und Zivilisation, Details zu den Projekten und Termine finden Großeltern, Eltern und Enkel hier >> 


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