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SPIELEN UND FÖRDERN

Checkliste: Der erste Musikunterricht


Vom Sonntag, 2. Oktober 2011

Checkliste: Der erste Musikunterricht
Musikunterricht, der Spaß macht.

Auf was Eltern und Großeltern achten sollten

Von Adam Drazek

 

Und wann gibt es das erste Konzert? Gerade die Väter und Großväter messen den Erfolg des Musikunterrichts an der Fähigkeit des Kindes, bei einem Auftritt die ersten Stücke zu spielen. Natürlich ist dies wichtig, wenn auch aus ganz anderen Gründen, die ich später noch anführen werde.

 

Das Kind soll also ein Instrument lernen, aber: Bei wem? Und wie? Und welches? Gerade in größeren Städten gibt es eine unüberschaubare Angebotsvielfalt von Musiklehrern, Musikschulen, natürlich auch musikpädagogischen Konzepten und Herangehensweisen auf den ersten Takten der Musik.

 

Woran erkennen nun Eltern und Großeltern, was das Beste für ihre Kinder bzw. Enkel ist?

Instrumentenkarussell zum Einstieg

Ich empfehle (nach musikalischer Früherziehung, Musikgarten oder ähnlichem) zum Einstieg eine Musikschule, die ein sogenanntes Instrumentenkarussell anbietet. Hier erhalten die Kinder Gelegenheit, unterschiedliche Instrumente kennenzulernen – und nach einer bestimmten Zeit ihre Wahl zu treffen.

 

Das ist sehr sinnvoll, denn neben motorischen Voraussetzungen entwickelt sich bereits in frühen Jahren bei jedem Menschen individuell ein persönliches Faible für ein bestimmtes Instrument: Die einen spielen gerne ein Blasinstrument, andere sind sofort kleine Liebhaber des Klaviers. Gitarre, Hackbrett oder Geige – als Musikpädagoge staune ich immer wieder, wie zielsicher manche Kinder „ihr“ Instrument finden.

Sieben Kriterien: Passt der Musikunterricht?

Die Qualität eines Musikunterrichts ist natürlich immer auch ein subjektives Urteil. Dennoch gibt es ein paar Kriterien, die den Eltern oder Großeltern die Wahl erleichtern bzw. sie nach einer gewissen Zeit erkennen lassen, ob es tatsächlich auch passt:

  1. Der Musiklehrer sollte ein ausgebildeter Musikpädagoge sein. Wenn er selbst mehrere Instrumente mehr als nur gut beherrscht, kann dies bestimmt nicht schaden – zeigt es doch seine Begeisterung für die Musik.
  2. Fragen Sie nach der Philosophie der Musikschule und überlegen Sie, ob diese ihren generellen Ansichten entspricht. Es bringt wenig, wenn von Beginn an die Vorstellungen weit auseinander gehen. Doch Vorsicht vor zu viel theoretischem Hintergrund: Es geht schließlich um das Spielen des Instruments.
  3. Das erste und wichtigste Kennzeichen, dass der erste Musikunterricht bzw. die Musikschule passen: Auch nach ein paar Wochen macht es den Kindern sichtbar Spaß, am Unterricht teilzunehmen.
  4. Das musikalische Gemeinschaftserlebnis wird gepflegt und gefördert: Ihr Kind lernt früh, gemeinsam mit anderen Kindern zu musizieren und sich die Stücke zu „erarbeiten“. Auch hier ist der geteilte Erfolg ein doppelter. Und der erste Auftritt bzw. das erste Konzert lässt dann meistens gar nicht so lange auf sich warten.
  5. Singen ist ein fester Bestandteil des Musikunterrichts. Kinder loten so Tonhöhe und –tiefe sowie Rhythmus und Taktgefühl aus – und erfahren, dass ein Instrument mitunter viel mehr kann als die Stimme.
  6. Meine Überzeugung: Theorie muss sein! Natürlich gibt es Musiker, die keine Noten lesen können (aber von einem unbändigen Drang zum Musizieren getrieben werden, der vieles wett macht), aber ich werde täglich auch Zeuge davon, wie wichtig es für Musikschüler ist und wie viel Freude es ihnen bereitet, dass sie ihr Instrument und Musik verstehen. 
  7. Es gibt Hausaufgaben. Die sind unbedingt nötig für Erfolgserlebnisse, die wiederum entscheidend für die Motivation sind. Regelmäßiges Üben zuhause, am besten mehrmals wöchentlich mindestens eine Viertelstunde – gerade hier können zum Beispiel Großeltern einen entscheidenden Beitrag zum ergänzenden Unterricht leisten. Sie achten darauf, dass geübt wird, und sind als heimisches Publikum natürlich die größten Fans der kleinen Musiker.

Noch ein abschließendes Wort zur Strenge: Fast jeder von uns kennt den einen oder anderen (oder ist gar selbst einer) Menschen mit Musikunterrichtserfahrung, der als Erwachsener – je nachdem – behauptet:

  • „Am meisten habe ich von dem Lehrer gelernt, der auch streng war.“
  • „Zum Glück haben mich meine Eltern eine Zeitlang gezwungen, dass ich weiter in den Musikunterricht gegangen bin.“
  • „Ich bereue es, dass ich mit dem Musikunterricht zu früh aufgehört habe. Wäre gut gewesen, wenn mich meine Eltern gezwungen hätten, dabei zu bleiben.“

Ich glaube, das sagt sehr viel aus…

 

enkelnavi-Fachbeitrag: Macht Musik schlauer >> 

Adam Drazek im Kurzporträt >>


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