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GELD UND RECHT

Wenn Großeltern fragen: In Gold anlegen?


Vom Mittwoch, 10. August 2011

Wenn Großeltern fragen: In Gold anlegen?

Ja, denn: Notenbanken werden den Goldpreis weiter treiben

Von Wolfgang Köbler

 

Der Goldpreis dürfte in den kommenden Monaten weiter steigen. Getrieben wird dieser Trend nicht nur von der lockeren Geldpolitik der westlichen Notenbanken und der damit verbundenen Inflationsangst. Auch die Tatsache, dass die Notenbanken der Schwellenländer zunehmend als Käufer auftreten, sollte die Notierungen des Edelmetalls stützen.

 

Bis Ende 2012 könnte der Preis für die Feinunze durchaus bei 2.000 US-Dollar stehen.

 

Die Staatsschuldenkrise in den Industrieländern und die bisherigen Lösungsversuche sind ein wichtiger Grund, warum der Goldpreis anzieht.  Denn um ein weiteres Ansteigen der Staatsschuldquoten zu verhindern, sind die Notenbanken der Industrieländer gezwungen, die Zinsen trotz steigender Inflation niedrig zu halten. Das bedeutet, dass der Realzins auf absehbare Zeit niedrig bleiben dürfte. Dies wiederum beschränkt die Investitionsalternativen und beflügelt die Diversifikation in Gold.

 

Schwellenländer mit nur geringen Goldquoten

 

Um vor diesem Hintergrund die Kaufkraft ihrer Fremdwährungsreserven zu sichern, treten auch die Notenbanken zunehmend als Goldkäufer auf. Dabei zeigen die jüngsten Zahlen des World Gold Council, dass die aufstrebenden Volkswirtschaften bislang nur einen Bruchteil ihrer Währungsreserven mit Gold decken.

 

Während etwa die USA mit 8133 Tonnen Gold rund 75 Prozent abdecken, hält China 1054 Tonnen Gold, was lediglich 1,6 Prozent der Fremdwährungsreserven entspricht. Indien sowie Russland decken mit 557 Tonnen beziehungsweise 830 Tonnen Gold jeweils acht Prozent ab. Brasilien kommt mit 33 Tonnen indes gerade mal auf 0,5 Prozent.

 

Notenbanken setzen zunehmend auf das gelbe Metall

 

Kein Wunder, dass die  Schwellenländer seit Monaten kundtun, dass sie ihren Anteil an dem gelben Metall weiter aufstocken wollen. So hat Indien bei der letzten größeren Abgabe von Goldbeständen durch den Internationalen Währungsfonds die gesamte Position in Höhe von 400 Tonnen abgenommen und damit einen Preisrückgang beim Gold verhindert.

 

Allein für den Fall, dass China den Goldbestand auf zehn Prozent der Währungsreserven aufstocken wollte, müsste das Riesenreich rund 6500 Tonnen Gold aufkaufen. Zum Vergleich: Die Fördermenge an Gold beläuft sich seit Jahren auf rund 2500 Tonnen. Bedenkt man zudem, dass sich die Goldvorräte der USA seit 1971 auf durchschnittlich 4,6 Prozent der US-Schulden beliefen und es heute noch 2,8 Prozent sind, zeigt sich: Von der Nachfrageseite der Staaten ist der Bullenmarkt im Gold weiterhin in Takt.

 

Goldreserven wachsen um 1,5 Prozent im Jahr

 

Auch von der Angebotsseite dürfte kaum Preisdruck aufkommen: Derzeit steigen die globalen Goldreserven rund um den Globus um etwa 1,5 Prozent im Jahr und damit weitaus geringer als die Geldmengenaggregate. Selbst wenn sich die Produktion der Minengesellschaften um unrealistische 100 Prozent erhöhen würde, würde sich dies nur in einer jährlichen Steigerung der Goldmenge in Höhe von drei Prozent niederschlagen.

Ein Preisziel von 2000 Dollar für die Unze ist bis Ende 2012 daher durchaus realistisch – und Preisrücksetzer im Gold in den nächsten Monaten dürften sich im Nachhinein als klare Kaufsignale entpuppen.

 

Wolfgang Köbler im Kurz-Porträt >>


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