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GELD UND RECHT

Gesetzlicher Erbteil oder Pflichtteil


Vom Montag, 3. Dezember 2012

Gesetzlicher Erbteil oder Pflichtteil

Wenn die Enkel erben sollen

 

Von Hans Kilger*

 

Besser früher als zu spät sollten sich Großeltern damit befassen, wer im Falle ihres Todes ihre Vermögen erben sollte. Weil: Die Gerichtssäle und Medien sind voll mit Nachkommen, die sich in unsäglichen Auseinandersetzungen um ein Erbe streiten.

 

Es stellt sich also die Frage, wer erbt denn eigentlich? Ich will dazu die verschiedenen Alternativen(1) an folgendem Beispiel aufführen:

  • Großeltern mit
  • zwei Kindern, die jeweils ebenfalls
  • zwei Kinder besitzen, also insgesamt vier Enkel.
  1. Die Großeltern leben im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft.
    • Wenn noch alle Kinder leben, dann erben der Ehepartner die Hälfte und die Kinder gemeinsam zu gleichen Teilen die andere Hälfte. Beispiel: Zwei Kinder erhalten jeweils ein Viertel des Erbteils.
    • Sollte ein Kind bereits verstorben sein, dann steht dessen Kindern (also den Enkeln) der Erbteil zu. Was in unserem Beispiel heißt: Die in der Erbfolge nachrückenden Enkel erhalten jeweils ein Achtel des Erbes.
  2. Die oder der Verstorbene hatten sich entschieden, mittels Testament explizit die bzw. einen Enkel als Erben einzelner Vermögensgegenstände einzusetzen. Das nennt man „gewillkürte Erbfolge“, bei der allerdings insbesondere zu beachten ist:
    • Der Pflichtteilanspruch (1/2 des gesetzlichen Erbteils) der Pflichtteilsberechtigten darf nicht geschmälert werden.
    • In unserem Beispiel würden also bei Bevorzugung eines Enkels der Ehepartner noch mindestens ein Viertel, das Kind noch mindestens ein Achtel und der verbleibende Enkel noch mindestens ein Sechzehntel des Erbes erhalten.
    • WICHTIG: Da die Enkel häufig noch minderjährig sind, sollte ein Testamentsvollstrecker bestimmt werden, der sich dann bis zur Volljährigkeit um das ererbte Vermögen kümmert.

Gerade Großeltern mit Vermögen, die nicht im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben und/oder mittels Testament ihren Nachlass konkret regeln möchten, tun schließlich gut daran, hier die Unterstützung eines fachkundigen Rechtsanwalts und Steuerberaters in Anspruch zu nehmen.

(1) Eine zentrale gesetzliche Grundlage ist § 1924  BGB. An dieser Stelle sei außerdem darauf hingewiesen, dass diese Anmerkungen keine Vollständigkeit beanspruchen und insbesondere eine rechtliche und steuerliche Beratung im konkreten Fall nicht ersetzen.

*Der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Hans Kilger ist Managing-Partner der Bayern Treuhand Obermeier & Kilger KG Wirtschafts- prüfungsgesellschaft.

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