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GELD UND RECHT

Den Enkeln Vermögen schenken


Vom Donnerstag, 21. März 2013

Statt auf den Erbfall zu warten*

Von Hans Kilger

 

„Ich gebe lieber mit warmer Hand“, lautet der lapidare Satz vieler Großeltern, die ihr Vermögen den Enkeln nicht erst als Erbe zukommen lassen wollen. Sie entscheiden sich für die Alternative, bereits zu Lebzeiten Vermögen auf die Nachkommen zu übertragen.

 

WICHTIG: Ein Argument für Großeltern, die alles gerne bis ins kleinste Detail selbst bestimmen: Wenn von der Schenkung bis zum Erbfall zehn Jahre und mehr vergangen sind, kann damit die Problematik des Pflichtteilsanspruchs von Pflichtteilsberechtigten umgangen werden.

Oftmals ist es im Interesse der Großeltern, aber auch im Interesse der Kinder der Großeltern, dass Vermögen direkt an die Enkel übertragen wird. Hierbei handelt es sich um „normale“ Übertragungsverträge, für die die zivilrechtlichen Regelungen gelten. 

Minderjährige Enkel: Es kann kompliziert werden

Wenn der oder die beschenkten Enkel minderjährig sind, wird es allerdings problematisch, denn: Geschäfte können oftmals nicht ohne Ergänzungspfleger und gerichtlicher Genehmigung durchgeführt werden.

 

Vor allem können Eltern ihre Kinder bei Geschäften mit den Großeltern nicht vertreten, so dass eine Ergänzungspflegschaft, die bei Gericht beantragt werden muss, erforderlich ist. Gerade, wenn z. B. der Großvater Unternehmer ist und vielleicht Unternehmensteile (Tochterfirma etc.) seinem Enkel schenkt, werden die inneren Geschäftsbeziehungen plötzlich kompliziert, weshalb man vorab in jedem Fall einen spezialisierten Steuerberater oder Fachanwalt zu Rate ziehen sollte.

 

Nochmals: Jegliche Geschäfte, die im Sinne des BGB nicht „lediglich rechtlich vorteilhaft sind“, unterfallen dieser Prämisse. Hier ist die Rechtsprechung sehr streng. 

Grundbesitz oder Eigentumswohnung schenken

Ein anderes Beispiel: Auch die Schenkung einer Eigentumswohnung fällt unter diese Vorgabe, da man hier Pflichten eingeht – etwa aufgrund der bestehenden Eigentümergemeinschaft. Und auch die Schenkung von Grundbesitz muss vom Gericht genehmigt werden, weshalb vorab zwingend mit dem Familiengericht Kontakt aufgenommen werden sollte.

 

Zu beachten ist ferner:

  • Schenkungsversprechen bedürfen der notariellen Beurkundung. Der Verstoß gegen diese Formvorschrift wird aber durch Vollzug der Schenkung geheilt.
  • Großeltern sollten bei Schenkungen auch an ihre eigene Absicherung denken. Hier könnten etwa Widerrufs-Gründe aufgenommen werden – oder die Vermögensgegenstände werden etwa mit einem Nießbrauch belastet.

*Hinweis: Diese Anmerkungen beanspruchen keine Vollständigkeit und können insbesondere eine rechtliche und steuerliche Beratung im konkreten Fall nicht ersetzen.

 

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