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Wieso ich in Facebook bin.


Vom Donnerstag, 13. Oktober 2011

Wieso ich in Facebook bin.
Schreibt für misterbluepig: Patrizia.

Kontakt halten in einer Welt, die immer größer wird

misterbluepig hat keine Zeit verloren und sofort das Redaktionsteam erweitert und stark verjüngt. Sein erster „Transfer“ heißt Patricia Bengel. Bis dato war Patricia vor allem bei enkelnavi als Expertin für Museen und Burgen aktiv – künftig schreibt sie außerdem über alle Themen, die ihre Generation bewegt. Und dabei hat sie den Älteren einiges zu sagen:

Es macht vor allem einfach Spaß!

Von Patrizia Bengel

 

So oft wird man gefragt, wieso man eigentlich in Facebook ist? Wieso hat dieses Netzwerk eine so immense Wirkung auf uns Jugendliche. Es ist eine gute Frage, denn eine wirklich perfekte Antwort hat eigentlich keiner von uns parat.

 

Mindestens einmal die Woche ärgere ich mich doch selbst über dieses blöde Facebook. Doch wieso bleibt man dann dabei? Ist es, weil es einfach alle haben und man selbst uncool wäre, wenn man es nicht hätte? Ein bisschen Gruppenzwang spielt sicher auch eine Rolle.

 

(Aber so nebenbei an alle Nichtfacebooker: Nur, weil man in Facebook ist, heißt das noch lange nicht, dass man sein ganzes Leben posten muss. Das machen nur wenige, besonders Dumme, die nicht verstehen, dass alle ihr „was hab ich nur heute wieder Blödes gemacht“ lesen können – inklusive Nachbarn, Exfreunde, zukünftige oder gegenwärtige Arbeitgeber oder Lehrer.)

 

Doch was ist der wirkliche Grund, der uns so süchtig nach Facebook macht?

 

Warum nur verbringen wir so viel unserer Zeit damit, Fotos von anderen Leuten anzuschauen und zu lesen, was sie heute gemacht haben. Irgendwie ist es ein Gefühl dabei zu sein. Mitten drin und nicht nur als Zuschauer.

 

Man kann sich gemeinsam über irgendetwas aufregen – und wenn es nur die bescheuerten neuen Änderungen von Facebook sind. Jeder noch so schüchterne Mensch fühlt sich hinter Facebook „versteckt“, stärker und trägt auch mal seinen Teil zu einem Gespräch bei, auch wenn er in der Realität nicht einmal den Mund aufbekommt.

 

Facebook selbst ist nicht schlecht, wie es viele behaupten. Schlecht ist, was manche damit und darin anstellen. Facebook gibt uns die Möglichkeit, zu jeder Zeit und an jedem Ort mit unseren Freunden verbunden sein.

 

Unsere Leben ist so schnell und die Welt für uns wird immer größer. Es ist nicht mehr so, dass alle Freunde und Bekannten aus derselben Umgebung kommen und alle ihr Leben lang am gleichen Ort bleiben. Jeder von uns hat mindestens fünf Jugendliche in seinem Freundeskreis, die schon einmal für ein Jahr im Ausland waren oder noch gehen werden.

 

Studiert wird auf der anderen Seite von Deutschland oder gleich in einem anderen Land. Wie soll man mit der Cousine, die  in Amerika wohnt, der besten Freundin, die al Au-pair nach Frankreich gegangen ist, und dem eigenen Freund, der im Ausland arbeitet, in Kontakt bleiben. Natürlich sagen dann viele „schreib doch eine E-Mail“. Aber Facebook bietet die Möglichkeit am Leben des anderen teilzuhaben, egal wie groß die Entfernung ist. Facebook bietet uns so viel.

 

Okay, okay, auch das ist manchen keine zufrieden stellende Erklärung. Eigentlich gibt es eine ganz einfach und simple Antwort, die trotzdem kein Nichtfacebooker annimmt und so stehen lässt: Es macht halt einfach Spaß!


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