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Wann ist Mode eigentlich grün?


Vom Montag, 2. Mai 2011

Wann ist Mode eigentlich grün?
Ein bunter Hut, ökologisch gefärbt.

Bio-Kinderkleidung: Qualität und ein gutes Gewissen inklusive

Von Nina Schröter, Liebkind

 

Kinder lieben es ja oftmals bunt. Nicht unbedingt in der Frage grün. Aber dass die Kleidung aus ökologisch unbedenklichen Materialien hergestellt wurde, also innen drin „grün“ ist, wird vielen Eltern und Großeltern immer wichtiger.

 

Sollte es auch, denn Kinder, vor allem Babys haben eine viel empfindlichere Haut und können so Schadstoffe aus der Kleidung leichter aufnehmen. Aber nicht nur der gesundheitliche Aspekt sollte bei der Auswahl der Kleidung eine Rolle spielen, vor allem auch im Hinblick auf die Zukunft unserer Kinder. Denn „grüne Kleidung“ heißt nicht nur, für sich etwas Gutes tun, sondern auch für die Umwelt und für die Menschen, die unsere Kleidung herstellen.

 

Hier finden Sie eine kleine Zusammenstellung der wichtigsten Punkte, die Ihnen bei der Auswahl von Bio-Babykleidung und ökologischer Kindermode helfen:

Ökologische Rohstoffe

Schauen Sie auf dem Etikett nach, ob das Bekleidungsstück aus ökologisch angebauten Fasern hergestellt wurde. Naturfasern, wie Baumwolle oder Wolle sollten aus ökologischen Anbau bzw. ökologischer Schafzucht stammen.

 

Vor allem der konventionelle Baumwollanbau verursacht große Umweltschäden durch das einsetzen von Insektiziden und Pestiziden, Monokulturen und der hohe Bewässerungsbedarf bleiben nicht ohne Folgen für die Umwelt. Nicht zu vergessen sind dabei die irreparablen gesundheitlichen Belastungen, denen die Baumwollpflücker auf den Plantagen ausgesetzt sind. Oftmals düngen die Arbeiter die Pflanzen ohne jeglichen Schutz oder Aufklärung über die hochgiftigen Mittel, die sie benutzen.

Textilveredelung

Ist ein Bekleidungsstück aus Bio-Baumwolle, ist dies schon mal gut.

Aber bis ein T-Shirt im Laden hängt, finden zahlreiche Veredelungen der Baumwollfaser und des Textil statt. Wichtig ist, dass diese Färbe- und Nachbehandlungsprozesse umweltfreundlich sind. Die meisten unserer Kleidungsstücke sind bunt und farbenfroh. Kindermode ohne lustige Druckmotive und knallige Farben ist heute kaum mehr vorstellbar. Deshalb ist es wichtig, dass das Färben und Drucken ohne Schwermetalle, PVC und Formaldehyde geschieht.

 

Es sollten zudem keine Bleichmittel, Chlorbleichen, Flammenhemmer oder Phtalate benutzt werden. Nur so kann Baby-und Kinderkleidung gut zur Haut und auch gut zur Umwelt sein.

 

So viele Informationen stehen aber meist nicht auf dem Etikett, denken Sie jetzt. Stimmt, aber die meisten Zertifikate decken diese Anforderungen ab – und wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, sollte das Kleidungsstück entsprechend zertifiziert sein.

Fair Trade

Stammen die Produkte aus fairem Handel, sprich: werden die Arbeiter für Ihre Arbeit fair bezahlt und erhalten nicht nur einen Hungerlohn, mit dem Sie Ihre Familie nicht ernähren können? Im besten Fall sind sowohl die Rohstoffe, als auch das Produkt selbst
zertifiziert.

Made in Germany

Unterstützen Sie regionale Produkte. Produkte, die im eigenen Land hergestellt wurden, sind wichtig um die eigene Wirtschaft zu unterstützen und Arbeitsplätze zu schaffen. Das alleine macht das Produkt zwar noch nicht „grün“, ist aber ein wichtiger
Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.

Verzicht auf Kinderarbeit

Wir, die unsere Kinder lieben und das Beste für sie wollen, sollten nicht verantwortlich dafür sein, dass Kinder auf Baumwollfeldern oder in Fabriken arbeiten müssen um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Kinder sollten zur Schule gehen und spielen dürfen. Wenn Sie Kleidung kaufen, die fair gehandelt ist und aus ökologischen Materialien bestehen, können Sie ziemlich sicher sein, dass keine Kinderarbeit involviert ist.

Zertifizierungen

Es gibt eine Vielzahl von Zertifizierungen im Bereich Bekleidung. Angefangen von Öko- Tex Standard 100, den fast jeder von uns kennt, bis hin zu der Euroblume und dem GOTS Zertifikat.

 

Ein international anerkanntes Zertifikat ist das GOTS Label, das sowohl die ökologischen wie sozialen Aspekte in seine Zertifizierungen mit einbezieht. Eine kurze Einführung in die wichtigsten Zertifikate finden Sie hier >>

Fragen stellen!

Sind sie sich nicht sicher, ob das Kleidungsstück eine Zertifikat vorweisen kann oder was dieses genau aussagt? Dann fragen sie nach. Ihr Händler kann Ihnen mit Sicherheit vieles beantworten.

 

Und zu guter Letzt. Ich weiß nur zu genau, dass es oftmals schwer ist, sich ökologisch und sozial nachhaltig korrekt einzukleiden. Man findet einfach nicht immer alles, was man braucht. Aber vor allem im Bereich Bio-Babykleidung und ökologischer Kindermode gibt es eine Vielzahl an Labels, die es uns sehr viel leichter machen und eine wunderbare Auswahl bieten.

 

Wenn Sie noch nie Bio-Mode gekauft haben, dann versuchen sie es einfach mal. Sie werden von der Qualität überzeugt sein und gehen den Weg in die richtige Richtung. Für eine gesunde Umwelt für uns und unsere Kinder.

 

Grüne Baby- und Kindermode kann man auch einfach online bestellen.

Und zwar bei Liebkind >>

 

Mehr Informationen zu Nina Schröter >>


Link:


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